Auch 2 ½ Jahre nach dem Erdbeben ist die Situation in L’Aquila nicht besser geworden.
Es gibt zu viele Hunde im Tierheim. Der öffentliche Veterinärdienst hat in den letzten Monaten wieder viele Streuner eingefangen.
Francesca berichtet:
„Wir haben über 400 Hunde (9 Welpen im Moment, aber wir warten auf weitere 10!) Die meisten sind erwachsene Hunde, die der öffentliche Veterinärdienst von ihren Familien brachte, die bis dahin Eigentümer der Hunde waren (viele Familien leben nach wie vor in provisorischen Häusern nach dem Erdbeben). Es ist sehr traurig, alle diese Hunde die aus einer Familie und einem Zuhause kommen, im Tierheim zu sehen. Du weißt, wir versuchen mit allen unseren Kräften das Beste für ihren Aufenthalt, aber es ist nicht einfach.“
Diese Videos hat uns Francesca überlassen. Man bekommt einen guten Überblick wie das überfüllte Rifugio derzeit ausschaut.
http://www.youtube.com/watch?v=bc6sbfjQ2es
http://www.youtube.com/watch?v=JGE2Owv8Ndw
Ganz dringend benötigt wird im Rifugio Paganica eine Blutzentrifuge sowie ein Mikroskop für Fäkalien-, Haut- und Felltests.
Update 10.09.2011
Wie klasse ist das denn… wir bekommen eine Blutzentrifuge von einer Tierschutzinitiave, die in der Türkei arbeitet. Muss nur noch eingeflogen werden
Fehlt jetzt nach wie vor nur noch ein einfaches Labormikroskop und jede Menge Futterspenden!
Update 27.09.2011
Es gibt sie, Institutionen und Firmen die soziales Engagement zeigen. So der italienische Honorarkonsul, Inhaber der Firma Urhammer Lehrmittel in Kiel, der uns auf Anfrage ein Mikroskop für L’Aquila zur Verfügung stellte. Herzlichen Dank Herr Meyer für Ihre “Hilfe zur Selbsthilfe”. In L’Aquila wird das Mikroskop schon sehnsüchtig erwartet.