Update 18.02.2012
Francesca, Cati, Maurizio & Co. bedanken sich von ganzem Herzen für die Hilfe, die in den letzten Tagen und Wochen aus Deutschland eingetroffen ist.
Die psychischen Belastungen, denen die Tierschützer vor Ort ausgesetzt waren, überstanden sie viel besser mit dem Wissen dass es Menschen gibt, die in Gedanken bei den Tieren sind. Neben den finanziellen Zuwendungen, den Futter- und Sachspenden konnten wir den Helfern vor Ort Mut und Zuversicht gegeben.
Auf der Internetseite des Rifugio hat Maurizio die letzten Wochen zusammengefasst:
http://www.cuccefelici.it/neve-feb-2012.html
Er schreibt unter anderem, wie er und seine Mitarbeiter die ersten Tage den Weg zum Rifugio zu Fuß zurücklegen mussten (2,5 km), da mit dem Auto einfach kein Durchkommen war.
Sämtliche Notruf- und Hilfsnummern hatte er angewählt, Faxe und Mails verschickt, damit jemand hilft den Schnee wegzuräumen. Nur ein Privatmann erklärte sich bereit mit seinem Bagger die Zufahrtstraße zu räumen! 1.300,00 Euro hat er dafür verlangt. Diese Arbeit und die damit verbunden Kosten waren aber zwingend erforderlich, damit die Versorgung der 400 Hunde nicht ins Stocken geriet. Zusätzliche, dringend notwendige Ausgaben waren eine Schneefräse um zu den Gehegen zu gelangen und zwei Gasöfen, einer für das Welpenhaus, der andere für die Krankenstation.
Es liegt noch immer viel Schnee in den Abruzzen, aber es kam bislang kein Neuschnee mehr hinzu. Dafür ist es nun eisig kalt. Nachts herrschen Temperaturen bis zu minus 19 Grad. Probleme gibt es daher mit der Wasserversorgung. Die Pumpe friert immer wieder ein und muss dann mühsam aufgetaut werden. Alle hoffen nun auf wärmeres Wetter.
Update 14.02.2012
Es war nicht eine, es waren zwei Paletten die heute vom Hof rollten. Erste finanzielle Zuwendungen sind direkt in Italien, bei unserem Partnerverein Tierhilfe Idensen e.V. und bei uns eingetroffen. Das lang erwartete Futter des lokalen Großhändlers konnte gestern beim Rifugio angeliefert werden und es hat endlich aufgehört zu schneien… Ein Valentinstag, wie er schöner nicht hätte sein können. Herzlichen Dank.
Update 12.02.2012
Seit einer Woche schon befindet sich die Abruzzen Region im Ausnahmezustand. Bis zur Küste ist das Land unter einer hohen Schneedecke begraben und es schneit weiter.
Die Tierschützer warten auf eine große Futterlieferung aus der Nachbarprovinz Marken. Keiner weiß wann diese Lieferung eintreffen kann. Derzeit werden die Tiere mit überteuertem Futter von einem lokalen Tierfuttermarkt versorgt. Der Sack Futter kostet 5 Euro mehr als normal. Wann unsere Soforthilfe – 926 kg Futter – eintreffen wird ist fraglich. Trotzdem haben wir begonnen eine Palette mit dringend benötigten Hilfsgütern zu packen. Futter und ca. 250 warme Decken werden am Dienstag abgeholt. Wir hoffen dass diese Lieferung zeitnah L’Aquila erreichen wird.
Da die Lieferzeiten einfach zu lang und zu ungewiss sind, werden wir keine weiteren Futterspenden mehr senden. Wir werden die Tierschützer mit finanziellen Zuwendungen unterstützen, damit die Versorgung der 400 Hunde gewährleitet ist.
Wir bitten nur ungern um Geldspenden, hoffen aber durch den Ausnahmezustand auf großzügige Unterstützung. Spenden können Sie direkt an uns, oder auf das Konto der Tierhilfe Idensen e.V.
Tierhilfe Idensen e.V.
SSK Wunstorf
BLZ 251 524 90
Kontonr. 188672
Betreff: pro-tier.eu / L´Aquila
Tierhilfe Idensen e.V. stellt Ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus. Bitte vermerken Sie dies bitte bei Ihrer Überweisung.
Update 10.02.2012
Gestern erhielten wir eine wunderbare Spende: 5 große Pakete mit kuscheligen Hundedecken. ♥ Dank Andrea Schulz, auch an Ihren Lebensgefährten. Es sind heute wieder viele Paket von Ihnen eingetroffen. Für Dienstag haben wir eine Spedition bestellt, die alle Sachspenden nach L’Aquila bringen wird.
Dieses Video erreichte uns heute Morgen. Es schildert u.a. die Not der vielen Wildtiere vor Ort, die in den Schneemassen ums nackte Überleben kämpfen. Vorsicht!
Update 08.02.2012
Endlich konnte das Futter beim Großhändler abgeholt werden. Die Hunde sind jetzt für die nächsten Tage versorgt. Auf unseren Hilferuf für warme Decken hat sich heute eine Unternehmerin gemeldet, die für uns die Werbetrommel in Gang gesetzt hat und mehrere Pakete mit Decken schicken will. Wir werden weiter berichten. Auch aus diversen Foren und über Facebook kommen zahlreiche Hilfsangebote. Langsam sehen wir Licht am Horizont. DANKE !
Update 07.02.2012
Maurizio, der Leiter des Rifugio schreibt bei Facebook.
Update: Auch an diesem Morgen werden die Schneeräumarbeiten fortgesetzt. Der Tierarzt ist endlich da: er hat es die letzte Woche nicht geschafft, die Zuflucht zu erreichen. Leider immer noch keine Nachricht ob Futtermittel ankommen. Der Bote von Pescara, der sie von einem Großhändler in den Marken bekommen sollte, hat noch nichts erhalten. Werden wir sehen, wie sich die Lage entwickelt und wir werden weiter berichten.
Dank lieben Spendern konnten wir gestern Direkthilfe leisten und 926 kg Trockenfutter für das Tierheim bestellen. Die Futtervorräte reichen nur noch für 4 Tage. Leider hat auch Zooplus Lieferschwierigkeiten in und nach Italien. Das Lager bei Mailand ist so gut wie leer, Nachschub aus Deutschland ist unterwegs. Dann muss es aber noch von Mailand nach L’Aquila… die Zeit läuft und in vier Tagen ist das Futterdepot leer.
Nach einem Zeitungsbericht sind noch viele Orte in den Abruzzen von der Außenwelt abgeschnitten. In einigen Städten wurden schon Wölfe gesichtet. Auch die Lebensmittelvorräte für Menschen gehen zur Neige, vermutlich Hamsterkäufe….
Videos, die sehr gut die Situation der letzen Tage dokumentieren.
http://www.youtube.com/watch?v=jhhJAH4uJx4&feature=share
http://www.youtube.com/watch?v=QWY9LEVVo-c&feature=share
http://www.youtube.com/watch?v=94r6qWTu82w&feature=endscreen&NR=1
05.02.2012
Die Helfer haben sich heute weiter durch die Schneemassen gekämpft, eine kräftezehrende Aufgabe. Alle Hunde, auch die in den oberen Gehegen wurden mit frischem Wasser und Futter versorgt. Das war gestern leider nicht der Fall. Die kranken und alten Hunde konnten therapiert werden. Es ist ein Wahnsinn, was die Helfer zur Zeit vor Ort leisten müssen. Futter steht noch für wenige Tage zur Verfügung. Doch was dann? Hält der Schneefall an, bricht die Versorgung völlig zusammen? Alles Fragen, die uns heute und in den kommenden Tagen beschäftigen.
